In den Orobischen Voralpen im Val Brembana befindet sich eine Mühle aus dem Jahr 1672, die auch als Ofen, Käserei und Schmiede diente. Sie wurde 2003 von der örtlichen Gemeinde zum “Ort des Herzens” gewählt und von Fai dank einer Spende erworben.
Das in einer einzigartigen Landschaft in der Nähe des kleinen Bergdorfs Bàresi im Brembana-Tal gelegene ländliche Steingebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und bewahrt noch eine Presse zum Pressen von Walnüssen, eine Getreidemühle (aus dem Jahr 1672) und einige Hinweise auf einen alten Brotbackofen. Von der Tätigkeit dieser Mühlen haben Dutzende von Gemeinden im Tal jahrhundertelang die für ihren Lebensunterhalt notwendigen Güter bezogen: Mehl, Brot und Öl für Lebensmittel und Beleuchtung. Über dem Eingang befindet sich ein Fresko, das eine Madonna mit Kind darstellt, während rechts ein Nussbaum steht. Aufgrund ihrer historischen, ethnografischen und sogar anthropologischen Bedeutung (das gesamte Gebiet weist Spuren von Siedlungen aus der Bronzezeit auf) ist die Mühle als Ort alter Handwerke und Traditionen vom Ministerium für Kulturerbe und kulturelle Aktivitäten unter Denkmalschutz gestellt worden. Im Jahr 2003 wurde die Mühle bei der FAI-Zählung “I Luoghi del Cuore” (Italienische Orte des Herzens) als zweitwichtigstes Objekt gewählt. Dank einer Spende von Intesa Sanpaolo konnte die Stiftung die Mühle im Jahr 2005 von der Familie Gervasoni erwerben. Das FAI-Projekt umfasste die Wiederherstellung und Restaurierung des Gebäudes und seiner Mechanismen, damit das darin bewahrte unschätzbare historische Gedächtnis nicht verloren geht. Die Verwaltung der Mühle wurde dann der örtlichen Gemeinschaft anvertraut.
Führungen finden von Mai bis Oktober jeden Samstagnachmittag von 14:30 bis 17:30 Uhr und im Juni, Juli und August auch sonntags, ebenfalls von 14:30 bis 17:30 Uhr statt.
Tipps
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