Die Ortschaft Sussia erreicht man von der Ortschaft Vetta aus über eine Forststraße, die sanft zwischen Wäldern und grasbewachsenen Hängen ansteigt. Alternativ kann man einen gut ausgeschilderten Weg nehmen, der etwas weiter unten in der Nähe der Ortschaft Frasnito beginnt und direkter und mitten in der Natur verläuft.
Wenn man die charakteristische kleine Kirche San Michele in Sussia erreicht hat, kann man entweder den Weg nach links fortsetzen oder nach rechts aufsteigen, bis man das Geburtshaus des Bergführers Antonio Baroni erreicht, einer historischen Figur in den hiesigen Bergen; von hier aus biegt man wieder nach links ab und nimmt den Weg, der zum Monte Zucco führt. Der sehr angenehme Weg führt durch Mischwälder und über aussichtsreiche Kammstrecken bis zur Grosnello-Kapelle, dem Treffpunkt mit der von Catremerio kommenden Straße (988 m).
In der Nähe der kleinen Kapelle beginnt der Weg, der in Richtung Pizzo Cerro weiterführt: der Anstieg ist gleichmäßig und konstant, mit sanften Steigungen, mit Ausnahme des letzten Abschnitts, der steiler und anspruchsvoller wird. Die Umgebung ist besonders eindrucksvoll: Der Weg führt an dem herrlichen Roculì vorbei, einer alten Vogelfanganlage, die heute ein wertvolles Beispiel ländlicher Architektur ist, und bietet die Möglichkeit, die geheimnisvolle “Laca del Roculì” zu beobachten, eine tiefe natürliche Höhle, die sich unterirdisch über etwa 300 Meter erstreckt.
Der Gipfel des Pizzo Cerro (1285 m) schließlich bietet ein weites Panorama auf den Orobie und die umliegenden Täler, was diesen Ausflug zu einem der faszinierendsten in der Gegend macht, da er eine Vielfalt an Umgebungen, Naturschönheiten und historisch-traditionellen Zeugnissen bietet.
