Die Route folgt einem alten Saumpfad, der einst von denjenigen benutzt wurde, die von Zogno oder den benachbarten Dörfern aus in Richtung Seriana-Tal zogen, eine strategische Verbindung, die reich an Zeugnissen aus der Vergangenheit ist.
Es handelt sich nicht nur um einen typischen Herbstweg, auf dem man die Tradition der Ernte, der Konservierung und des Verzehrs von Kastanien kennenlernen kann, sondern auch um einen Weg, der Emotionen, Erinnerungen und Wurzeln weckt und den Wanderer einlädt, ein mit dem Land und den Bergen verbundenes Kulturerbe zu entdecken. Die Via delle Castagne ist in der Tat ein leicht zu begehender thematischer Weg, der an den Hängen des Canto Alto verläuft und mit der historischen Via Mercatorum verbunden ist, die bereits im Mittelalter zu Verteidigungs- und Handelszwecken begangen wurde.
Nach dem Überqueren des hübschen Platzes Piazza Martina geht es weiter auf einem Weg entlang eines Baches bis zum Oratorium Sant'Antonio Abate: Von hier aus hat man einen eindrucksvollen Blick auf Zogno und die Hauptstadt des Tals.
Der Weg führt in leichtem Auf und Ab weiter, bereichert durch etwa ein Dutzend didaktischer Schilder, die der Kastanie gewidmet sind und über Kuriositäten und traditionelle Praktiken berichten. Wenn man den Wald in der Nähe des Friedhofs von Poscante verlässt, geht es links die Gemeindestraße hinunter, vorbei an der Pfarrkirche San Giovanni Battista und rechts vom überdachten Kirchhof befindet sich der Eingang zum Saumpfad, der zum Ortsteil Castegnone hinaufführt, wo der berühmte Biligòcc zu Hause ist.
Hier, inmitten von Steinhäusern und ruhigen Gassen, können Sie den traditionellen "secadùr" besuchen, die Trockenräume, in denen die historischen geräucherten Kastanien, das Erkennungszeichen der Gemeinde, noch immer hergestellt werden. Ein Rundgang, der Natur, Kultur und Bergtraditionen miteinander verbindet und dem Besucher die Authentizität eines sorgsam gehüteten Territoriums zurückgibt.
