Die Geschichte der agro-sylvo-pastoralen Umgebung von Roncobello wurzelt in einer über tausendjährigen Tradition. Die hochgelegenen Weiden, die reich an wertvollen Kräuteressenzen sind, haben im Laufe der Jahrhunderte die Einrichtung von Almen, Berghütten und Schutzhütten begünstigt, die für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen während der Sommermonate geschaffen wurden.
Diese alten Hochgebirgssiedlungen waren nicht nur Arbeitsstätten für Hirten und Hirtinnen, sondern auch wertvolle Anlaufstellen für Wanderer: Viele Hütten verfügen auch heute noch über einen für Wanderer zugänglichen Raum, der Schutz vor dem Wetter bietet. Dreh- und Angelpunkt des gesamten Beckens ist die Malga di Mezzeno, die größte und bestausgestattete Hütte, in der noch heute Almwirtschaft betrieben wird und in der man nach alter Tradition die vor Ort hergestellten Käseprodukte kaufen kann.
Die Almhütten des Mezzeno-Beckens
Caprarizzo-Hütte - wird im Sommer von den Hütern einer Schaf- und Ziegenherde genutzt, die auf den hohen Hängen des Gebiets weiden.
Baita di Branchino - Stützpunkt für vorbeiziehende Hirten und Unterstand für Wanderer.
Baita del Foppo - Sie liegt am Weg zu den Laghi Gemelli (Zwillingsseen) und beherbergt im Sommer Senner, die dort echten Bergkäse herstellen.
Baita della Croce - Dient als Unterschlupf bei schlechtem Wetter oder in Notfällen für diejenigen, die das Tal durchqueren.
Hütte Monte Campo - wird von Juni bis September von einer Schaf- und Ziegenherde genutzt; sie wurde zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert erbaut, mehrmals renoviert und verfügt über einen Raum, der für Wanderer immer zugänglich ist.
Baita dei Tre Pizzi - Die höchstgelegene und wahrscheinlich älteste und baufälligste Hütte: Sie dient noch gelegentlich als Unterschlupf für Wanderer und Spaziergänger.
Bei einem Spaziergang zwischen den Hütten kann man in die Kultur der Almen eintauchen, inmitten offener Aussichten, hochgelegener Stille und authentischer Zeugnisse des Berglebens in den Orobie.
