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Das rote Gold des Brembana-Tals: Safran

Der an sonnigen Hängen angebaute und von Hand geerntete Brembano-Safran vereint Tradition, Nachhaltigkeit und Leidenschaft. Ein seltenes Produkt, das seit über zehn Jahren die Geschichte der Berge erzählt.

Safran, das rote Gold der Berge, blüht schüchtern, aber kostbar im Val Brembana und verwandelt vergessene Länder in Schätze von Geschmack und Tradition. Ursprünglich stammt er aus dem alten Persien, wo er um 1600 v. Chr. als Farbstoff und Medizin verwendet wurde, und gelangte durch Mythen wie die des Krokus, der durch das Blut von Merkur in eine Blume verwandelt wurde, nach Griechenland und Rom. Heute wird in diesem Alpental die Geschichte der Pflanze durch handwerklichen Anbau wiederbelebt, der Nachhaltigkeit und authentischen Geschmack miteinander verbindet.

Antike Ursprünge und Legenden

Die frühesten Spuren von Safran gehen auf Wandmalereien in Knossos auf Kreta zurück, die auf 1600 v. Chr. datiert sind und die Ernte von Crocus sativus-Narben zeigen. In Persien und Kilikien (der heutigen Türkei) wurde er erstmals intensiv angebaut und später nach Ägypten, Griechenland und Rom exportiert, wo er für Medikamente, Parfüms und luxuriöse Gerichte verwendet wurde. Die Römer naturalisierten die Pflanze in Italien und verbanden sie mit Mythen von Schönheit und Unsterblichkeit, während sie im Mittelalter auf den Handelswegen zu einem kostbaren Gut wurde.

Safrananbau im Val Brembana, eine erfolgreiche Wette

Seit etwa einem Jahrzehnt baut die Associazione Zafferano OLG (Oltre la Goggia) Safran auf verlassenen Grenzertragsflächen im Alta Val Brembana - in Lenna, Mezzoldo, Cassiglio, Olmo al Brembo, Valnegra und sogar Locatello im Valle Imagna - an. Sie wurde 2012 als soziales Projekt gegen die Entvölkerung nach der Krise im Jahr 2007 gegründet. Entstanden aus einer Idee des Vikariats und der “Gente di Montagna”, mit Blumenzwiebeln aus Roncobello und einem Atelier in den Abruzzen, produziert der Verein seit 2016 nach eigenen Vorgaben: Blumenzwiebeln, die im August an sonnigen Hängen gepflanzt werden, geschlossene Blüten, die im Oktober in der Morgendämmerung gepflückt werden, um von Hand getrocknete Narben in durchsichtigen Gläsern zu erhalten. Das Unternehmen La Sella mit Sitz in San Pietro D'Orzio, einem Ortsteil von San Giovanni Bianco, steuert lokale Produkte bei, die an das kühle und feuchtigkeitsarme Alpenklima angepasst sind.

Berglandwirtschaft

Die Pflanze liebt die trockenen und sonnigen Böden der Voralpen und blüht nur kurz im Herbst, um dann in mühsamer Handarbeit geerntet zu werden - nur die roten Narben werden zu einem Gewürz, das nicht nur kulinarisch, sondern auch als Antistressmittel und Gedächtnisstütze dient. Durch dieses nachhaltige Modell werden geschädigte Wälder wiederhergestellt, Arbeitsplätze für Familien geschaffen und der Tourismus angekurbelt: In vielen Restaurants des Tals kann man einen ersten Gang bestellen, der Safran als Zutat enthält.

Carona-Kartoffelgnocchi mit Parüch und Safranfondue

Folgen Sie dem Videorezept von Chefkoch Pier Milesi vom Ristorante Bigio mit vielen Zutaten aus dem Brembana-Tal.

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