Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte San Pellegrino Terme seine Blütezeit im Tourismus. Im Jahr 1908 wurde ein Rekord von über 40.000 Besuchern verzeichnet, was den großen Erfolg des Ortes bei Urlaubern, vor allem aus Mailand und den wichtigsten Städten Norditaliens, bezeugt.
Diese außergewöhnliche Entwicklung begünstigte die Entstehung zahlreicher Beherbergungsbetriebe, Pensionen und Privathäuser für eine wohlhabende Kundschaft. Die eleganten Residenzen entstanden hauptsächlich entlang der Viale della Vittoria, in der Nähe der Standseilbahn, die zur Vetta führte, einem prestigeträchtigen Wohngebiet des Ortes, zusammen mit den Vierteln Belvedere und Pernazzaro.
Unter diesen Villen sticht Villa Speranza hervor, die 1913 für Dr. Tomaso Manfredini erbaut wurde. Die Villa ist bis heute ein wertvolles Zeugnis der goldenen Ära des Tourismus in San Pellegrino, als die Besucher neben dem berühmten Thermalwasser und der gesunden Luft von einem lebhaften gesellschaftlichen Leben angezogen wurden, das aus Konzerten, Bällen, gesellschaftlichen Veranstaltungen und sportlichen Aktivitäten bestand.
Heute spielt die Villa Speranza als Sitz der Stadtbibliothek und des Naturkundemuseums Brembano weiterhin eine wichtige kulturelle Rolle für die Gemeinde.