Die Piani dell'Avaro oberhalb von Cusio sind eine Hochebene auf 1700 Metern, auf der man den Berg ohne Komplikationen erleben kann: Man fährt mit dem Auto auf die Höhe und bewegt sich von dort aus zu Fuß, langsam, den Wiesen, den Weiden und dem offenen Horizont über den Tälern folgend. Hier lassen sich die Jahreszeiten deutlich in der Landschaft ablesen. Im Frühling färbt sich das Gras nach dem letzten Schnee wieder, im Herbst wird das Licht weicher und ruhiger. Der Sommer ist die Zeit der Almen: die grasenden Kühe, der Klang der Kuhglocken, die Herstellung des Formai de Mut dell'Alta Valle Brembana DOP, der von eben diesen Wiesen stammt. Es ist die ideale Zeit, um auf den Almen zu wandern oder die höchstgelegenen Wanderwege des Orobie-Parks zu erklimmen, wie die Benigni-Hütte oder die Laghetti di Ponteranica. Im Winter ist alles weiß bedeckt. Die Piani werden zu einem einfachen und gemütlichen Ort, um mit dem Bob zu fahren, Schneeschuhwanderungen zu unternehmen oder in der Hütte einzukehren, um sich aufzuwärmen und etwas Einheimisches zu essen... Eine der Überraschungen kommt, wenn es dunkel wird: Der Himmel gehört zu den klarsten in den Orobie, weit weg von den Lichtern der Dörfer. Für viele ist dies die beste Zeit, um aufzusteigen, die Sterne zu betrachten und still zu sein. Für einen weiten Blick über das Tal genügt ein leichter Spaziergang zur Christusstatue oder zum Kreuz: ein paar Schritte, viel Aussicht.
Der Berg ist auch im Winter begehbar, allerdings nur für erfahrene Wanderer mit entsprechender Ausrüstung; während der Wintersaison ist es außerdem ratsam, sich im Voraus bei den Hütten zu erkundigen, ob sie geöffnet sind.