Das Oratorium San Giovanni Battista liegt an der alten Straße, die Cusio mit Ornica verband, am Rande des Passsattels und vor der Ebene, in der jahrhundertelang Holzfäller Holzkohle herstellten.
Die Kirche, die in das heutige Oratorium umgewandelt wurde, ist seit dem Mittelalter dokumentiert. Der Grundriss des romanischen Gebäudes mit einem schönen Steinportal, kleinen Fenstern für weiches, diffuses Licht, einem leichten Satteldach und einem in Höhe und Schlankheit angemessenen Glockenturm ist den alten Kirchen des Obertals gemeinsam. Das Innere besteht aus einer einfachen, quadratischen Halle, und über zwei Stufen gelangt man in das Presbyterium mit Kreuzgratgewölbe.
Der Freskenzyklus, der den Triumphbogen und das Presbyterium schmückt, ist sehr schön, einfach in seinen Szenen, spontan in seinen Beschreibungen und frisch in seinen Bildern. Sie sind das Werk von Cristoforo Baschenis, genannt der Jüngere (1561-1626), einem der zahlreichen Freskenmaler des Tals, und wurden 1583 ausgeführt. Auf dem Triumphbogen ist die Verkündigung dargestellt, auf dem Presbyterium Szenen aus dem Leben des heiligen Johannes sowie die Figuren der heiligen Maria Magdalena, der heiligen Margareta, des heiligen Franziskus und des heiligen Antonius. Entlang des Kirchenschiffs kann man das Fresko einer schönen Madonna mit dem Namen des Stifters und der Jahreszahl 1581 bewundern. Die Predella, der einzige noch erhaltene Teil des alten Altars, ist eine Intarsienarbeit des lokalen Künstlers Antonio Rovelli (1640-1710), ebenso wie das Sideboard in der Sakristei.
In den Rundgängen enthalten: Das Land der Baschenis und Rovelli. Informationen bei: Altobrembo, Fremdenverkehrsbüro ab Sägewerk Pianetti.