Der Berg Alben (2.019 m), der zwischen den Tälern von Brembana und Seriana liegt, hat eine annähernd kreisförmige Form und wird von Tälern und gut eingeschnittenen Sätteln begrenzt, die ihn von den umliegenden Reliefs trennen. Die geografische Isolierung und die begrenzte Vergletscherung während des Quartärs haben sich in zweierlei Hinsicht auf die Pflanzen- und Tierpopulationen ausgewirkt: Zum einen ist die alte Flora und Fauna erhalten geblieben, zum anderen hat die Isolierung die Entwicklung von Tier- und Pflanzenarten ermöglicht, die nur in diesem Massiv vorkommen. Auch aus geologischer Sicht ist der Monte Alben äußerst interessant: Er ist das einzige Massiv in den bergamasker Voralpen, in dem man alle Phasen der Entstehung und Entwicklung der norischen Karbonatplattformen beobachten kann, alte Korallenriffe, die vor 200 Millionen Jahren in einem subtropischen Meer die Sedimente bildeten, aus denen die heutigen Felsen von Alben bestehen.
Der Berg ist auch im Winter begehbar, allerdings nur für erfahrene Wanderer mit entsprechender Ausrüstung; während der Wintersaison ist es außerdem ratsam, sich im Voraus bei den Hütten zu erkundigen, ob sie geöffnet sind.